BESCHREIBUNG AUSGEWÄHLTER HOMÖOPATHISCHER MITTEL

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Veratrum Album (Weißer Nieswurz, Verat) als homöopathisches Mittel

Gemüt
Bei Kindern ist oft eine frühe Reife, Intellektualität und Ernsthaftigkeit sowie das Interesse nach philosophischen Fragen zu beobachten.

Der Geist ist überaktiv.

Der Mensch ist sehr ehrgeizig und macht alles um sein Ziel zu erreichen. Dafür lügt und betrügt er sogar.

Seine gesellschaftliche Stellung ist ihm sehr wichtig und er hat Angst sie zu verlieren. Dadurch ist er zu Untergebenen oft unfreundlich und schmeichelt jenen, von denen er abhängig ist.

Er ist hochmütig, selbstgefällig und schimpft und tadelt schnell, wenn er gereizt ist.

In religiöser Hinsicht kann er sehr extrem handeln und denken. Es besteht die Überzeugung von Gott auserwählt zu sein um andere zu bekehren oder gar Christus selbst zu sein.

Wenn der gewünschte und erwartete Erfolg nicht eintritt wird der Mensch depressiv, gleichgültig, gewaltsam, er fühlt sich verlassen und flieht in die Religion.

Körper
Der Kreislauf ist schwach und er Mensch kollabiert schnell. Seine Haut ist wächsern, die Lippen blau. Das Gesicht eingefallen und die Nasenspitze kalt.

Obwohl er innerlich friert, hat der Mensch ein Verlangen nach kalten Getränken.

Durchfall geht mit Erbrechen einher oder mit schneidenden, kolikartigen Bauchschmerzen.

Man fühlt sich überaus schwach und erschöpft.

Schwindel und kalter Kopfschweiß treten mit Erbrechen und Durchfall auf.

Allgemein
Eine Verschlechterung zeigt sich in der Nacht, vor der Menstruation, im Winter und in der Kälte.

Wärme bessert die Beschwerden.

Der Mangel an Lebenswärme ist sehr groß.

In den Blutgefäßen empfindet man entweder extremes Kälte oder Hitzegefühl, in den Knochen Kälte. Die Kälte kann also lokal oder allgemein empfunden werden.

Vor allem auf der Stirn bildet sich kalter Schweiß.

Das Durstgefühl ist groß, vor allem nach kalten Getränken. Außerdem besteht ein Bedürfnis nach saurem Obst und salzigem Essen.

Es treten Spasmen und Krämpfe auf.

Die Schmerzen sind oft anfallartig so schlimm, dass man, besonders bei Kopfschmerzen auch ins Delirium und in Manie verfallen kann.

Das Mittel bewährt sich besonders bei Kreislaufbeschwerden, Kollaps, Erbrechen und Durchfall, etwa bei Lebensmittelvergiftungen.