BESCHREIBUNG AUSGEWÄHLTER HOMÖOPATHISCHER MITTEL
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Sabadilla (Läusesamen, Sabadillsamen, Sabad) als homöopathisches Mittel
Das Mittel passt besonders zu Menschen, die eher verfroren, schreckhaft und ängstlich sind und sich schwach und abgeschlagen fühlen.
Gemüt Der Mensch hat eine stark ausgeprägte Phantasie, bildet sich daher auch viel ein, vor allem Krankheiten und sonstige Veränderungen an seinem Körper (Schwangerschaft, geschrumpfte Körperteile,...).
Kinder sind oft schwächlich und bilden sich seltsame Dinge über die Schule und sich selbst ein. Sie werden wegen Kopfschmerzen von der Schule abgeholt.
Körper Ein Schnupfen wird begleitet von krampfartigen Niesanfällen, die Augen sind rot und tränen und man hat Stirnkopfschmerzen, wie etwa bei Heuschnupfen.
Fließschnupfen geht mit wunder, brennender Nase einher.
Hals, Nase oder Gaumen kratzen oder jucken und man hat das Bedürfnis zu schlucken.
Eine Halsentzündung beginnt links und dehnt sich nach rechts aus.
Schnupfen oder Heuschnupfen wird durch Blumengeruch, frisch gemähtes Gras oder Obst ausgelöst.
Die Haut juckt, auch in Nase und Anus und die Atmung ist asthmatisch.
Kopfschmerzen äußern sich als berstender Schmerz über den Augen und mit Völlegefühl.
Allgemein Die Beschwerden verschlechtern sich durch Kälte, kalte Getränke und Speisen.
Ein Verbesserung ist durch Wärme, warme Getränke und Speisen zu beobachten.
Das Mittel bewährt sich sehr bei Heuschnupfen.
Schmerzen gehen einher mit Tränenfluss.
Man hat Verlangen nach heißen Dingen.
Der Seitenwechsel der Beschwerden erfolgt von links nach rechts.
Sanguinaria (Blutwurzel, Sang) als homöopathisches Mittel
Körper Das Blut sammelt sich zum Kopf hin an, das Gesicht ist erhitzt und gerötet.
Kopfschmerzen beginnen rechts, ziehen dann vom Hinterkopf zum Auge, begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Am Morgen beginnen die Schmerzen, über Mittag sind sie am schlimmsten und gegen Abend tritt wieder eine Besserung ein.
Es äußern sich Hitzewallungen mit heißen, brennenden Händen und Füßen.
Ungeduld und ärgerliches Aufgebrachtsein äußern sich.
Schnupfen tritt auf, wenn er aufhört, beginnt der Durchfall.
Vor der Menstruation jucken die Achselhöhlen.
Das Mittel bewährt sich auch bei Kopfschmerzen im Klimakterium.
Allgemein Das Mittel bewährt sich besonders im Klimakterium, bei Hitzewallungen und Kopfschmerzen.
Es ist ein Mittel für die rechte Körperseite!
Der Mensch ist empfindlich gegen Gerüche.
Er verlangt nach scharfen, pikanten und würzigen Speisen.
Die Schleimhäute sind trocken.
Alle Körperabsonderungen sind scharf.
Bei stürmischem Wetter fühlt man sich sehr matt.
Innerlich fühlt man sich unruhig und aufgewühlt.
Sepia (Tinte des Tintenfischs, Sep) als homöopathisches Mittel
Dies ist ein geeignetes Mittel für meist braun bis dunkelhaarige Menschen, die einen braunen, leicht gelblichen Teint mit gelblich braunen Flecken haben, besonders auf der Nase und im Gesicht. Ständig haben sie kalte Hände und Füße und frieren leicht. Ruhe und Einsamkeit ist ihnen sehr wichtig, Beruf, Familie und Sex lehnen sie eher ab, haben reizbare und depressive Tendenzen und fühlen sich schnell angegriffen. Es ist ein Frauenmittel für Frauen von eher männlichem Typ. Sie haben einen kleinen Busen, schöne Augen und viel Körperbehaarung.
Gemüt Auf allen Ebenen ist ein Stillstand zu bemerken. Auf der geistigen Ebene äußert er sich durch Verwirrung, Zerstreutheit, Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Schwierigkeiten beim Denken.
Man hat starkes Verlangen danach alleine zu sein. Es fällt schwer Liebe und Zuneigung zu spenden, man kann sich nicht binden und ist sehr negativ eingestellt.
Die Trauer überkommt einen, man weint, ist unkommunikativ und defensiv. Trost macht es nur noch schlimmer.
Beschäftigung und Ablenkung bessern die Lage.
Besonders vor der Menstruation verdrießt man, wird sarkastisch und gehässig.
Körper Das Mittel kann bei Bänderschwäche und Senkungsgefühlen der inneren Organe verwendet werden.
Es kommt einem vor, als ob die Gebärmutter nach unten drängen würde, daher kommt auch das Bedürfnis sich zu setzen und die Beine übereinander zu schlagen.
Das Senkungsgefühl kann auch in der Blase empfunden werden, der Urin kann dabei nicht gehalten werden.
Vor allem nach dem Essen kann es auch zu Senkungsgefühlen der Verdauungsorgane kommen.
Am Morgen ist einem übel, der Magen fühlt sich den ganzen Tag über, auch nach dem Essen leer an. Es tritt kein Sättigungsgefühl ein.
Auch bei Beschwerden in den Wechseljahren (Schwäche, Hitzewallungen und Schweißausbrüchen) ist das Mittel hilfreich.
Man hat das Bedürfnis nach saurem Geschmack.
Während der Menstruation und beim Geschlechtverkehr hat man Schmerzen.
Hautauschläge jucken, sind trocken und bilden Bläschen aus. Sie treten meist in den Gelenkbeugen (Elle, Knie,...) auf oder ordnen sich ringförmig an.
Man leidet unter Verstopfung mit dem Gefühl als hätte man eine Kugel im Mastdarm.
Die Augenlieder sind schwer, entweder wegen Erschöpfung oder bei Kopfschmerzen.
Die Brüste schrumpfen zusammen.
Kopfschmerzen sind links (über dem Auge), davor kann man nur verschwommen sehen, die Augenlider fallen schwer herunter.
Auch bei Hämorrhoiden ist das Mittel gut einsetzbar.
Allgemein Eine Verschlechterung der Beschwerden macht sich am Vormittag und am Abend, linksseitig, durch Nässe und Kälte und vor einem Gewitter bemerkbar.
Die Lage verbessert sich bei Sport oder kräftiger Bewegung wie Tanzen, im warmen Bett und durch warme Umschläge.
Das Mittel bewährt sich besonders gut bei Menstruationsbeschwerden, in den Wechseljahren, bei Bänderschwäche, Hautausschlägen sowie Senkung der Organe.
Der Mensch hat eine Abneigung gegen Fett und wird sehr leicht ohnmächtig, etwa in warmen Räumen oder beim Knien.
Körperabsonderungen sind milchig.
Der Mensch hat kein sexuelles Verlangen, sogar eine Abneigung gegen den Koitus, keinen Orgasmus und oft sogar Furcht vor einer Vergewaltigung. Meist geht diesem Gefühl auch sexueller Missbrauch voraus.
Silicea (Kieselsäure, Sil) als homöopathisches Mittel
Der Silicea-Typ ist verfroren, hat meist kalte Hände und Füße (sogar im Sommer kann man ihn mit Mütze sehen), ihm fehlt die Lebenswärme und ein starker Rücken. Sie sind viel zu nachgiebig und unentschlossen, weil sie den Misserfolg fürchten, wollen sie keine Verantwortung übernehmen. Wenn sie jedoch etwas machen, sind sie sehr gewissenhaft. Geistige Arbeit laugt sie körperlich und psychisch aus und macht sie reizbar. Es ist ein bewährtes Kindermittel!
Gemüt Der Mensch hat sehr wenig Selbstvertrauen. Er wird von Befürchtungen und Vorahnungen heimgesucht und ist meist sehr schüchtern.
Trotz inneren Widerstandes ist er nachgiebig und mild.
Die Meinung der anderen über ihn ist ihm wichtig. Aufgrund seines Engagements im Beruf wird er von anderen meist sehr geschätzt. Zu Hause kann er aber sehr engstirnig sein.
Oft hat er fixe Ideen und hält beharrlich an seiner Meinung fest. Die Wut darüber Dinge außerhalb seiner Welt akzeptieren zu müssen, äußert sich auf der psychischen Ebene oft durch Asthma, Fremdkörper- und Impfunverträglichkeiten.
In Kleinigkeiten ist er genau und penibel. Mit Gewissenhaftigkeit und Ordnung, jedoch ohne Gefühl oder Phantasie werden die Dinge erledigt.
Es besteht eine Angst vor spitzen Gegenständen oder Nadeln.
Körper An Kopf und Füßen bildet sich kalter Schweiß.
Kopfschmerzen beginnen im Nacken und ziehen vor zu den Augen.
Das Mittel ist anzuwenden bei häufigen Eiterungen (Abszessen, Fisteln, Furunkeln,..)
bei stockendem Schnupfen, bei dem man den Geruch verliert. In der Nase bilden sich trockene Krusten, die beim Ablösen bluten.
Nägel sind verformt, rissig und übersäht mit weißen Punkten.
Bei Verstopfung hat man das Gefühl der Stuhl schlüpft wieder zurück. Man hat auch dabei Schmerzen. Dies kommt oft vor der Menstruation vor.
Die Haut ist rissig, entzündlich und dabei leicht eiternd, besonders am After, im Nagelbett (Nagelbettentzündungen und andere Erkrankungen an den Nägeln)und an den Brustwarzen.
Durch viel geistige Arbeit, etwa in der Schule kommt es zu Haarausfall.
Kopfschmerzen beginnen am Hinterkopf und wandern über die Stirn zu den Augen.
Allgemein
Eine Verschlechterung der Beschwerden ist bei Kälte und kaltem Wetter, an unbedeckten Körperstellen und während der Periode festzustellen.
Die Beschwerden bessern sich durch Wärme, warmes Einhüllen, warme Dampfbäder und bei feuchtwarmem Wetter.
Das Mittel bewährt sich besonders bei Eiterungen, die sich nur langsam entwickeln, Nagelstörungen, Kopfschmerzen, Verstopfung und Nasennebenhöhlenentzündungen.
Der Mensch ist sehr empfindlich gegen Geräusche, Zugluft, Schmerzen und Kälte.
Er neigt dazu leicht zu schwitzen und leidet oft besonders unter übel riechendem Fußschweiß.
Das Durstgefühl ist immer sehr stark.
Infektionen, wie etwa Erkältungen, Bronchitis, Sinusitis, Furunkel, Pilzinfektionen, Gerstenkörner und Akne treten häufig auf und kehren oft wieder.
Die Drüsen sind erkrankt.
Staphisagria (Stephanskörner, Samen vom Stephanskraut, Staph) als homöopathisches Mittel
Dieses Mittel passt gut zu schüchternen, introvertierten Menschen, die sehr sensibel auf äußere Einflüsse reagieren. Sind sie psychisch erregt, so zittern sie und es verschlägt ihnen die Sprache. Ärger und Kummer unterdrücken sie bis sie sich zum platzen fühlen. Sexuell sind sie schnell zu erregen. Kinder, die Wutausbrüche haben, schlagen um sich und werfen sogar mit Dingen herum, besonders auf jene Menschen, die sie trösten wollen.
Gemüt Unterdrückte Gefühle rufen viele Beschwerden hervor.
Der Mensch ist mild, in einem Streit nachgiebig, bzw. vermeidet ihn völlig. Er ist schüchtern und respektvoll gegenüber Autoritäten.
Äußere Einflüsse beeinträchtigen ihn sehr, Grobheit von anderen verträgt er gar nicht. Leicht reagiert er beleidigt und er ist oft krank.
Die Selbstkontrolle ist ihm sehr wichtig, die Angst sie zu verlieren, groß.
In der Liebe ist der Mensch sehr romantisch, jedoch auch leicht zu enttäuschen. Sehnsüchtig kann er der Vergangenheit nachhängen oder aus Angst vor Zorn an einer Beziehung festhalten.
Die sexuellen Gedanken sind sehr intensiv, besonders abends im Bett. Beruhigung schafft nur die Masturbation.
Oft zeigt sich in der Vergangenheit dieses Menschen sexueller Missbrauch.
Der Mensch weist auch ein Suchtverhalten auf (Überessen, Überarbeiten, Alkohol, Fernsehen,...)
Körper Gerstenkörner kehren immer wieder und hinterlassen meist kleine, harte Narben.
Das Mittel bewährt sich auch bei Verletzungen durch Schnitte, wie etwa auch nach Operationen, z.B. Dammschnitt.
Wenn es in Folge von Sex zu einer Blasenentzündung kommt.
bei Schmerzen, die bis in die Zähne strahlen, bzw. wenn die Zähne vor lauter Karies schwarz werden.
bei Bauchkoliken mit schneidenden Schmerzen, die durch Demütigung oder Zorn hervorgerufen werden.
bei Hautausschlägen, bei denen der Juckreiz nach dem Kratzen an anderen Stellen auftritt.
In der Stirn fühlt es sich so an, als hätte man dort einen Ball, während sich der Hinterkopf ganz leer anfühlt.
Nach Kopfschmerzen muss man heftig gähnen, was von Tränenfluss begleitet wird.
Der Mensch schluckt oft, so wie er auch seine Gefühle unterdrückt und hinunterschluckt.
Allgemein Das Mittel bewährt sich besonders bei Gerstenkörnern, Schnittverletzungen, Nabelkoliken, Karies und Blasenentzündung.
Die Beschwerden sind nach dem Frühstück besser, während sie nach einem Mittagsschlaf schlechter werden.
Der Mensch findet in der Nacht keinen Schlaf und ist dann tagsüber sehr müde.
Er hat starkes Verlangen nach Milch, Süßigkeiten und Tabak oder eine starke Abneigung gegen Milch oder Überempfindlichkeit gegen Tabakrauch.
Unterdrückter Zorn und Nervosität bringen ihn zum Zittern.
Berührungen gegenüber ist er sehr empfindlich, etwa an den Genitalien, an Warzen, Hämorrhoiden oder Hautausschlag.
Sein Schweiß oder Stuhl riecht nach faulen Eiern.
Sulfur (Schwefelblüte, Sulf) als homöopathisches Mittel
Das Mittel eignet sich besonders für Menschen, die an unreiner, trockener Haut und sprödem Haar leiden. Ihr Aussehen ist ungepflegt und sie verspüren kein großes Bedürfnis sich zu waschen. Obwohl sie für gewöhnlich viel Appetit haben, wirken sie mager und schwächlich und sie empfinden längeres Stehen als schrecklich. In ihnen stecken viele Ideen, die sie tatkräftig und geschäftig werden lassen. Schnell können sie aber auch ihrem Beruf oder Geschäftlichem abgeneigt sein. Dann werden sie faul und melancholisch, reizbar, selbstsüchtig sowie depressiv.
Gemüt Der Mensch fühlt sich zu Philosophie und Religion hingezogen, er ist ein Träumer lieber als Realist oder er ist praktisch, idealistisch und handwerklich sehr begabt.
Ideen hat er viele, jedoch mangelt es an Zeit oder Fleiß sie umzusetzen. Dadurch wird er oft faul und unordentlich.
Seine phantasievolle Art und die vielen Einfälle können ihn in eine ständige Angst um seine Gesundheit treiben.
Von sich selbst hat dieser ichbezogene Mensch eine hohe Meinung. Oft verhält er sich andern gegenüber pedantisch und schulmeisterlich.
Er braucht die Aufmerksamkeit auf sich gerichtet, neigt zu Übertriebenheit und Prahlerei.
Er hat Angst vor Höhe.
Körper Die Haut juckt und brennt, ob mit oder ohne Ausschlag.
Hautausschläge sind trocken, schuppig, juckend und brennen. Anfangs tut Kratzen noch gut, danach brennt die Haut und wird oft blutig gekratzt. Oft bestehen die Ausschläge schon seit der Kindheit.
Unterdrückte Hautausschläge äußern sich oft in Asthma, Epilepsie, Chorea, Durchfall, Schwindel und Krämpfen)
Die Körperöffnungen, wie Nase, Mund, After,.. sind gerötet. Der Anus kann jucken.
Kopfschmerzen treten immer am Wochenende auf.
Die Menopause gestaltet sich sehr schmerzhaft, die Brüste sind geschwollen, es treten Kopfschmerzen auf, die von einem brennenden Scheitel begleitet werden.
In der Nacht besteht das Bedürfnis die heißen Füße aus der Decke zu strecken bzw. sich zur Gänze abzudecken.
Am Vormittag gegen 11 Uhr fühlt man sich schwach und muss dringend etwas essen.
Alle Körperausscheidungen riechen unangenehm (etwa Schweißfüße).
Der Schlaf ist katzenartig, das bedeutet häufiges Aufwachen von jedem kleinsten Geräusch und Schlaflosigkeit zwischen 2 und 5 Uhr.
Am Morgen ist der Durchfall sehr stark oder man erleidet das Gegenteil, Verstopfung mit großem, hartem Stuhl.
Milch wird nicht vertragen und das Verlangen nach Süßem und gewürzten Speisen ist groß.
Allgemein Eine Verschlechterung der Beschwerden ist bei Wärme, vor allem Bettwärme, durch langes Stehen, Baden und Waschen, am Vormittag und am Abend zu bemerken.
Frische Luft bessert.
Das Mittel bewährt sich besonders bei Hautausschlägen, Akne, Hämorrhoiden, Verstopfung, Durchfall, Schlafstörungen sowie Krankheiten, die unterdrückt oder verschleppt wurden.
WARNUNG!!! Als Erstreaktion kann es bei diesem Mittel zu Hautausschlägen kommen, bzw. können bestehende verschlechtert werden. Die Dosierung soll deshalb einschleichend passieren. 1 Globulus, 1 Tropfen oder 1 Vierteltablette mittlerer Potenz reichen für den Anfang. Bei einem Ausbleiben der Erstreaktion steigert man die Dosis täglich bis zur empfohlenen Normaldosis.
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