BESCHREIBUNG AUSGEWÄHLTER HOMÖOPATHISCHER MITTEL
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Medorrhinum (Tripper-Nosode, Gonokokkeneiter, Med) als homöopathisches Mittel
Das Mittel ist sehr wichtig und vielseitig einsetzbar. Die Beschwerden sind jedoch hier vorwiegend chronischer Natur.
Gemüt
Der Mensch ist ständig in Eile und Erwartungsspannung, jedoch werden die Dinge dann nicht in die Realität umgesetzt.
Das gesamte Lebensgefühl ist unwirklich, wie im Traum oder weit entfernt. Innerlich leer, ist er sich seiner eigenen Identität nicht im Klaren. Er fühlt sich dabei überflüssig und abgelehnt, von seiner Umwelt verdammt. Er möchte fliehen.
Durch Orientierungslosigkeit lebt er in Extremen und sprengt alle Grenzen.
Die Extreme und Gegensätze finden sich aber auch in seiner Person. Einerseits zeigen sich Leidenschaft, starkes sexuelles Verlangen, Grausamkeit, Ungeduld, mangelnde Selbstkontrolle und Egozentrik, andererseits Rückzug in eine innere Traumwelt.
Verantwortung wird gemieden.
Aufgrund der Verwirrung weint der Mensch, wenn er von seinen Symptomen und Beschwerden erzählt.
In der Dunkelheit ist der Mensch ängstlich, er hat das Gefühl von jemandem verfolgt zu werden.
Er beißt Finger- und Fußnägel.
Körper Das Mittel ist einsetzbar bei chronischen oder immer wieder auftretenden Infektionen von Vagina oder Blase oder bei Folgen einer Geschlechtskrankheit und Ausfluss.
bei Windeldermatitis
bei verkrüppelten Nägeln
bei Asthma, das nur leichter wird, wenn man auf dem Bauch liegt und die Zunge herausstreckt.
Die Fußsohlen sind überempfindlich.
Immer wenn man zu sprechen beginnt räuspert man.
Die Brüste (besonders die Brustwarzen) sind kalt, während der restliche Körper (vor allem während der Menstruation) warm ist.
Hände und Füße brennen, man will sie entblößen.
Allgemein Das Mittel ist typisch für Menschen, die es bevorzugen auf dem Bauch oder auf Knien und Ellenbogen (Knie-Ellenbogen-Lage) zu schlafen.
Nachts sind die Beschwerden besser, es sind die typischen Nachtmenschen. Eine Verbesserung ist außerdem am Meer oder beim Liegen in der Knie-Ellenbogen-Lage.
Körperabsonderungen haben einen fischigen Geruch.
Man hat starkes Verlangen nach allem Möglichen. (z.B. Süßes+Saures+Gewürze+Salz)
Die Kinder sind meist zwerghaft, lernen langsam sprechen. Sie krabbeln, auch wenn sie schon gehen können, fürchten sich im Dunkeln, sind unsicher und durstig und neigen zu Asthma, Nägelbeißen und frühzeitigem Masturbieren.
Mercurius Solubilis (Quecksilber nach Hahnemann, Merc) als homöopathisches Mittel
Ein Mittel für überempfindliche, unruhige und eilige Menschen, die impulsiv und aufbrausend reagieren, später aber oft äußerst verschlossen, misstrauisch und kontaktscheu werden und nur langsam antworten.
Gemüt
Der Mensch ist auf allen Ebenen instabil, innerlich getrieben aber sehr langsam in seinem Handeln.
Er ist misstrauisch, vorsichtig, verletzlich und verschlossen, es ist schwer richtig Kontakt zu ihm herzustellen.
Der Patient stottert bei dem Versuch sich mitzuteilen.
Es besteht eine Furcht von hinten angegriffen zu werden.
Der Mensch möchte Ordnung in die chaotische Welt bringen. Er kann sich nur schwer zurückhalten. Innerlich besteht ein Konflikt zwischen dem Wunsch nach Recht und Ordnung und den gewalttätigen Anteilen in ihm.
Es besteht ein Mangel an Selbstvertrauen und eine Empfindlichkeit gegen Kritik und Widerspruch. Man hegt Haß gegen Personen, die einen beleidigt haben.
Körper Vor allem in der Nacht produziert man sehr viel Speichel.
Der Mundgeruch ist übel und der Geschmack im Mund metallisch.
Die Zunge ist geschwollen, feucht und häufig mit dickem gelben Belag, am Zungenrand zeigen sich Zahneindrücke.
Trotz Feuchtigkeit des Mundes empfindet man großen Durst.
Auf der Zunge, im Mund oder Rachen treten Geschwüre auf.
Die eitrigen, schmierigen und stinkenden Geschwüre heilen nur sehr langsam.
Zahnwurzelschmerzen treten meist in der Nacht auf.
Die Hände zittern meist.
Aus Ohr, Rachen, Nase oder Darm kommen grünliche, schleimige, blutbenetzte Absonderungen.
Die Haut ist ölig feucht und neigt zu übel riechenden Schweißausbrüchen.
Ein Nasenkatarrh erstreckt sich zu den Stirnhöhlen.
Allgemein Eine Verschlechterung der Beschwerden tritt durch Schwitzen, in der Nacht und im warmen Bett oder Raum ein. Weder Wärme noch Kälte werden vertragen.
Das Mittel bewährt sich besonders bei Mundgeschwüren, Zahnwurzelschmerzen, Eiterungen und ständig wiederkehrenden eitrigen Ohr- und Mandelentzündungen mit oben genannten Symptomen.
Erkältungen wandern nach oben und können sogar die Augen angreifen.
Körpersekretionen fließen ungehindert in dünner und schleimiger Konsistenz, sie brennen, sind scharf, riechen faulig oder sind dick und gelb-grün.
Die Drüsen sind geschwollen.
Mezereum (Seidelbast, Mez) als homöopathisches Mittel
Ist ein wichtiges Mittel bei Gürtelrose (Herpes zoster)!
Gemüt
Dem Menschen erscheint alles tot und leblos.
Ein überwältigendes Angstgefühl kommt vom Magen her hoch. Im Solarplexus wird ein beklemmendes Gefühl von Schwäche, Leere und Hinfälligkeit gespürt.
Körper Hautentzündungen ziehen häufig Juckreiz mit sich mit nässenden Bläschen, die später verkrusten, darunter sammelt sich Eiter an. Sie treten meist auf den Augenlidern, am Haaransatz, an Unterarmen, Händen und Unterschenkeln auf.
Im Brustkorb oder im Gesicht hat man neuralgische, brennende, schießende Schmerzen oft begleitet von Speichelfluss und Steifheit der Kaumuskulatur. Der meist einseitige Schmerz kann sich zu Auge, Ohr, Zähnen, Nacken und Schulter erstrecken.
Gegen Kälte reagiert man sehr empfindlich.
Kopfschmerzen erstrecken sich von der Nasenwurzel zur Stirn.
Allgemein Die Beschwerden verschlechtern sich bei Kälte und kalter Luft, durch Bettwärme, in der Nacht, bei Berührungen und nach Impfungen.
Das Mittel bewährt sich bei Gürtelrose, Neuralgien (bes. im Gesicht und am Brustkorb), und bei Hautausschlägen.
Die betroffenen Menschen sind meist blond, unentschlossen und phlegmatisch.
Der Patient hat großes Verlangen nach Fett.
Folgen von unterdrückten Hautausschlägen können etwa Verlust des Gehörs, Asthma, Husten, neurologische Störungen, Neuralgien, etc. sein). Solange der Ausschlag vorhanden ist, hat man jedoch keine inneren oder anderweitigen Beschwerden.
Schmerzen treten plötzlich auf mit einsetzendem Frösteln und wundem oder taubem Gefühl oder Kratzen.
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